Grüne befürworten die Ansiedlung eines Edeka Marktes in der Innenstadt - allerdings nicht in den bisher vom Investor vorgestellten Ausmaßen.
Grüne sind gegen XXL-Edeka-Plan
HALTERN Hermann Löbbert, Sprecher der Interessengemeinschaft (IG) Bebauungsplan Grabenstiege, verlangt von der CDU zu ihrer Fraktionssitzung am Montagabend eine Positionierung zu den Edeka-Plänen: "Wir erwarten eine klare Aussage". Wie sie lauten sollte, daran lässt er keine Zweifel: Es könne nur ein "Nein zur Edeka-Ansiedlung in dieser Größe" sein.Von Elke Rüdiger
CDU-Stadtverbandsvorsitzender Franz Schrief betonte am Freitag noch einmal, dass seine Fraktion sich noch nicht festgelegt habe, dass man sich aber bei den Initiativen – pro und contra – informiert habe. Montag werde man beraten und sich voraussichtlich entscheiden.
Ziel der Edeka-XXL-Gegner ist eine Ratsmehrheit für ihre Interessen: „Frischemarkt ja, aber abgespeckt“. Viele sehen in den leer stehenden Räumlichkeiten an der Muttergottesstiege die Ideallösung. „Den Standort müsse man eben attraktiver gestalten, dann könnte man ihn auch vermarkten“, argumentieren Interessengemeinschaft Bauplan Grabenstiege und Hobbygärtner-Initiative. Einige Geschäftsleute (der oberen Rekumer Straße) schließen sich diesem Vorschlag an.
Bereits Gespräche geführt
Maaike Thomas, Geschäftsführerin der Grünen, betont, ihre Fraktion habe bereits in Gesprächen mit der Bürgerinitiative am 18. April im Fraktionszimmer, am 23. April am Info-Stand an der Grabenstiege und am 26. April bei einer Ortsbesichtigung ihre Position sehr deutlich gemacht: „Bündnis 90/ Die Grünen befürworten einen Lebensmittelmarkt in der Innenstadt, um den Stadtkern dauerhaft attraktiv zu halten.
Die Idee, den Komplex der Muttergottesstiege hierfür zu nutzen, wäre sicherlich die beste Lösung, das sehen auch wir so. Leider ist dieses Objekt schon seit Jahren insgesamt schwer und für einen Lebensmittelmarkt schon gar nicht mehr vermarktbar.“ Gemeinsam mit den Bürgern finde man eine Lösung.
Dem vom Investor vorgestellten Planungsentwurf könnten die Grünen in dieser Größe nicht zustimmen. Die Dreigeschossigkeit an der ohnehin sehr schmalen Grabenstiege führe zu einer Gassenbildung, die nicht vertretbar sei. In der verkehrlichen Anbindung sehen die Grünen ein weiteres Problem. Ein Verkehrsgutachten solle klären, ob es eine verträgliche Lösung gebe. „Unser Anliegen ist immer, auch in diesem Fall, mit und für die Bürger eine grüne, lebendige und unverwechselbare Stadtplanung umzusetzen.“



