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Zur Stude des Landwirtschaftsministers NRW " Antibiotika in der Hähnchenmast " stand in der HZ vom 17.11.2011 folgender Artikel.
Die Massentierhaltung darf nicht länger Bestand haben, immer größere Mastanlagen machen immer größere Antibiotikageben notwendig. Hierzu schreibt Maaike Thomas:
Leserbrief von Maaike Thomas zum Artikel vom 17.11.2011
Der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Friedrich Steinmann sagt in seiner Stellungnahme“ Vom prophylaktischen Einsatz von Antibiotika müssen wir weg. Aber es muss weiter möglich sein, bei Krankheiten Tiere behandeln zu können. Das ist eine Frage des Tierschutzes“.
Der Einsatz von Antibiotika ist zu erklären mit den immer größer werdenden Mastställen, und der immer geringer werdenden Mastdauer von Geflügel.
Hähnchen – Intensivmastanlagen in der Größe von bis zu 400 000 Mastplätzen, wie sie in Mecklenburg Vorpommern beantragt sind, dürfen nicht länger genehmigt werden. Die Investoren müssen bisher nicht einmal nachweisen , dass keine multiresistenten Keime mit der Abluft aus den Mastanlagen entweichen können.
Die Fragen des Tierschutzes werden bei diesem System völlig ausgeblendet.
Die Lebensdauer eines Masthähnchens hat durch die veränderten Mastbedingungen drastisch abgenommen, dabei ist das Durchschnittsgewicht eines Hähnchens von 1970 bis 2007 um 61% gestiegen.
1970 wurden Hähnchen ca. 2 Monate gemästet und hatten ein Schlachtgewicht von ca. 1kg , heute beträgt die Mastdauer 28 – 35 Tage bei einem Schlachtgewicht von 1,6kg.
Nur gut zehn Prozent der Betriebe können laut Studie des nordrhein-westfälischen Verbraucherschutzminister Remmel ( Grüne) ganz auf Antibiotika verzichten, dies sind kleinere Betriebe, die mit kleineren Einheiten arbeiten und bei denen die Mastdauer länger ist, bis zu 48 Tagen.
Daraus wird klar, das System der Massentierhaltung ist derart anfällig für Krankheiten, dass nur noch mit Antibiotika scheinbare „Erfolge“ erreicht werden können.
Die wirtschaftlichen Erfolge der Hähnchenmäster sind zwar gestiegen und die Turbohähnchen gehen für immer weniger Geld über die Ladentheke, aber letztendlich profitiert keiner, weder der Mensch, noch das Tier.
Diese Massentierhaltung darf keinen Bestand haben.
Für Bündnis 90/ Die Grünen
Maaike Thomas






