Aktuelles

Der Antrag der Grünen Haltern vom 15.11.2010 , Haltern soll die 5 Kriterien erfüllen, die zur Anerkennung als Fairtrade- Stadt notwendig sind, mußte  von uns leider zurückgenommen werden. Der Landrat verbietet Städten ohne genehmigungsfähiges Haushaltssicherungskonzept, zusätzliche freiwillige Leistungen zu tätigen.
Hiervon betroffen sind aber nicht frühere Beschlüsse, wie z.B. Kauf  und Ausschank von fairgehandeltem Kaffee in der Stadtverwaltung.

Antrag der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen „ Anerkennung Halterns als Fair Trade Stadt vom 15.11.2010 wird zurückgezogen“

 

Sehr geehrter Herr Klimpel,

Mit Datum vom 15.11.2011 hatte unsere Fraktion den Antrag zur Anerkennung Halterns als Fair - Trade Stadt gestellt ( Anlage 1).
Nachdem der Landrat als untere staatliche Verwaltungsbehörde eine Anfrage der Stadt Haltern am See, ob eine Stadt ohne genehmigungsfähiges Haushaltssicherungskonzept überhaupt zusätzliche freiwilligen Leistungen übernehmen darf, verneint hat, ziehen wir unseren Antrag hiermit zurück.
Wir gehen davon aus, dass die bereits gefassten Beschlüsse, die den fairen Handel unterstützen, wie z.B. fair gehandelten Kaffee anzubieten, weiterhin Bestand haben.

 

Mit freundlichen Grüßen
Maaike Thomas

 

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Antrag zurückgezogen: Haltern wird keine "Fairtrade-Stadt"
HALTERN Der Antrag der Grünen, Haltern als "Fairtrade-Stadt" anzuerkennen, wurde jetzt zurückgezogen. Die Aussichten auf Erfolg gingen gegen null, hieß es. Der Grund: Haltern als Haushaltssicherungsgemeinde dürfe keine weiteren freiwilligen Ausgaben mehr aufwenden.Von Silvia Wiethoff
Um die Anerkennung als "Fairtrade-Stadt", die weltweit faire Handelsbeziehungen unterstützt, wird sich die Stadt Haltern vorerst nicht bewerben. Ein entsprechender Antrag, den die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im November vergangenen Jahres stellte, wurde jetzt zurückgezogen

„Die Aussichten auf Erfolg gingen gleich Null“, bestätigte Grünen-Fraktionsgeschäftsführerin Maaike Thomas. Auf Anfrage der Stadt hatte der Landrat des Kreises der Halterner Verwaltung mitgeteilt, dass die Stadt als Haushaltssicherungsgemeinde keinerlei freiwillige Leistungen für eine Beteiligung am Projekt „Fairtrade-Stadt“ aufwenden dürfe. Neue Ausgaben seien nur bei gleichzeitigem Wegfall bestehender freiwilliger Leistungen möglich.

Um zu verhindern, der Verwaltung mit einem wenig Erfolg versprechenden Antrag unnötige Arbeit aufzubürden, zogen die Grünen schweren Herzens ihre Eingabe zurück. Dabei befindet sich Haltern bereits auf einem guten Weg und unterzeichnete zuletzt zum Beispiel die Magna Charta Ruhr 2010, die Erklärung gegen ausbeuterische Kinderarbeit.

Bezeichnung gesichert

Andere Städte im Kreis Recklinghausen, die ebenfalls kein genehmigungsfähiges Haushaltssicherungskonzept vorweisen können, haben es in der Zwischenzeit allerdings geschafft, sich mit der Bezeichnung „Fairtrade-Stadt“ zu schmücken.

Dazu gehören Recklinghausen und Waltrop. Im Unterschied zu Haltern kam der Impuls zur Unterstützung des fairen Handels allerdings nicht von einer Partei, sondern aus der Bürgerschaft. Verschiedene Gruppierungen von der Kaufmannschaft über die Eine-Welt-Arbeit bis hin zur KAB schlossen sich zu Initiativen zusammen, die das Projekt vor Ort tragen. In Recklinghausen setzt sich zum Beispiel auch der erforderliche Lenkungskreis aus Repräsentanten dieser Gruppen zusammen.

Der Rat fasste zwar den Beschluss, sich um die Anerkennung als „Fairtrade-Stadt“ zu bewerben. Insgesamt aber begleitet die Recklinghäuser Verwaltung nur das notwendige Handeln vor Ort. Finanziell werde die Stadt nicht zusätzlich belastet, machte ein Sprecher deutlich.

Es sei lediglich notwendig gewesen, während der Sitzungen von Ausschüssen und Rat zusätzlich zum fair gehandelten Kaffee ein weiteres Produkt, in diesem Fall Zucker, anzubieten.

Weltweit haben sich über 1000 Kommunen in 22 Ländern den Titel „Fairtrade-Stadt“ gesichert. In Deutschland können sich die Städte seit 2009 an der Initiative beteiligen, rund 50 gehören bereits dazu. Folgende Kriterien muss eine „Fairtrade-Stadt" erfüllen: 1. Bei Sitzungen von Ausschüssen und Rat fair gehandelten Kaffee und ein weiteres Produkt anbieten. 2. Eine Steuerungsgruppe koordiniert die Arbeit vor Ort. 3. In einer bestimmten Zahl von Geschäften und Gastronomiebetrieben werden Fairtrade-Produkte angeboten. 4. In öffentlichen Einrichtungen werden fair gehandelte Produkte verwendet und es werden Bildungsaktivitäten zum Thema angeboten. 5. Die örtlichen Medien begleiten den Weg zum Fair-Trade.

 

 


 

 
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